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	<title>Timmiblog</title>
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	<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 18:14:11 +0000</pubDate>
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		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 18:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Astrid Kaiser</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://s223357750.online.de/__oneclick_uploads/2010/11/scaled.png" title="scaled.png"><img src="http://s223357750.online.de/__oneclick_uploads/2010/11/scaled.png" alt="scaled.png" /></a></p>
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		<title>Vergesst Neuruppin!</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 19:00:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Dahmetal in Brandenburg! Warum macht mich dieser Ort an? Ist es seine Lage, sind es seine Felder und Wiesen, sind es die Burschen, die strammen, die aus ihm stammen oder seine kecken Frauen, die sich möglicherweise eine stattliche Zahl berühmter Dichter, Feldherren und Architekten aus ihren lodernden Lenden locken ließen? Nein, all das ist es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dahmetal in Brandenburg! Warum macht mich dieser Ort an? Ist es seine Lage, sind es seine Felder und Wiesen, sind es die Burschen, die strammen, die aus ihm stammen oder seine kecken Frauen, die sich möglicherweise eine stattliche Zahl berühmter Dichter, Feldherren und Architekten aus ihren lodernden Lenden locken ließen? Nein, all das ist es nicht, es ist vielmehr einfach schön, dass es einen Ort gibt, der durch das Einfügen von nur zwei Buchstaben zu einem Subgenre des Heavy Metal wird. Dahmetal, du Schöne!</p>
<p>Heavy Metal war einmal meine Leib- und Magenmusik, und auch heute befällt mich gelegentlich eine Sehnsucht nach ihr. Dann wird es still in meinen Gemäuern, der Kamin wirft dunkelrote Schemel an die Wand, die sich auch in meinem Rotweinglas in tausend Facetten brechen, während die ehrwürdig rohen, steinernen Wände die Klänge von Iron Maiden, Manowar und Megadeth zurückwerfen. So will das &#8220;Schwermetall&#8221; - denn nichts anderes bedeutet Heavy Metal - so will diese Musik gehört werden. Und nicht mit fliegendem Haar und in voller Lautstärke! Das ist ungesund, das wird mir jeder Leib- und Magen-Arzt bestätigen.</p>
<p>Und noch was! Was haben das Lied &#8220;Alle meine Entchen&#8221; und die deutsche Nationalhymne gemeinsam? Es ist nur jeweils eine Strophe von ihnen in Gebrauch. Wie ich aus einem Liederbuch erfuhr, gibt es mindestens vier Strophen zu &#8220;Alle meine Entchen&#8221;, in denen noch anderes Federgedöns vorkommt. So haben die Erwachsenen ihre nicht gesungenen Strophen, so haben die Kinder ihre nicht gesungenen Strophen. Quid est homo, non intravertur ut in dingsbums oder was, keine Ahnung.</p>
<p>Aber zurück zum Heavy Metal: Auf die Lautstärke kommt es wie gesagt nicht an, es muss nicht poltern und dröhnen. Ebenso wie in der Rede. Die mächtigsten Wörter und Begriffe schocken und splattern nicht. Weltkulturerbe! Gibt es ein Wort, das mehr auf die Kacke haut? Ist da etwas, das dem Weltkulturerbe klassifikatorisch übergeordnet sein könnte? Es müsste schon irgendwas mit &#8220;Orbital-&#8221; oder &#8220;Universal-&#8221; am Anfang sein.</p>
<p>Kommt jetzt nochn Witz mit <em>Dahmetal </em>und <em>Weltkulturerbe</em>? Von mir heute nicht mehr, aber ihr könnt euch ja selber was ausdenken, ich habe ja jetzt Beispiele genug geliefert, wie derartige Assoziationen funktionieren (s. Blogarchiv).</p>
<p>A propos (s. Blogarchiv): Astrid Kaiser! Nicht die Oldenburger Erziehungswissenschaftlerin Astrid Kaiser. Es ist auch nicht die amerikanische Präsidentin Astrid Kaiser, wenn ihr noch wissen wollt, wer die hier gemeinte Astrid Kaiser zum Beispiel auch nicht ist. Astrid hat noch keinen großen Namen. Dafür ist sie immer sie selbst geblieben. Ich kenne sie schon seit der Schulzeit, in den späten Schuljahren hingen wir zusammen mit denselben Leuten von der Schule &#8216;rum, ein eher linksalternativer Kreis, ihr wisst schon, die Polyglotten, Mondänen, Natur- und Handwerksverbundenen, die auch schon früh dementsprechendes Engagement zeigten. Es mag konstruiert klingen, aber unser damaliger Freundeskreis war schon weltweit als Waldwirt oder Wildwart tätig, als ihr noch gar nicht auf der Welt wart! Willkommen, Astrid!</p>
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		<title>Quack quack quack</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Oct 2010 17:29:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Astrid Kaiser</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Quack quack quack&#8221;, sagte die Ente.
Es war aber gar keine Ente, in Wirklichkeit war es ein wunderschöner Schwan.
Wer eine glückliche Kindheit hatte, kennt die Geschichte.
Wem eine glückliche Kindheit vergönnt war, wird sich an die Geschichte erinnern.
Wer das Privileg besitzt, eine glückliche Kindheit sein Eigen zu nennen, dem wird die Geschichte bekannt vorkommen.
Der Schwan kackt mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Quack quack quack&#8221;, sagte die Ente.<br />
Es war aber gar keine Ente, in Wirklichkeit war es ein wunderschöner Schwan.<br />
Wer eine glückliche Kindheit hatte, kennt die Geschichte.<br />
Wem eine glückliche Kindheit vergönnt war, wird sich an die Geschichte erinnern.<br />
Wer das Privileg besitzt, eine glückliche Kindheit sein Eigen zu nennen, dem wird die Geschichte bekannt vorkommen.<br />
Der Schwan kackt mir auf den Kopf.<br />
Der Schwan hatte keine glückliche Kindheit.</p>
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		<title>Filmtipp</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 19:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://s223357750.online.de/__oneclick_uploads/2010/09/image.jpg" title="Filmtipp" target="_blank"><img src="http://s223357750.online.de/__oneclick_uploads/2010/09/image.jpg" title="Filmtipp" alt="Filmtipp" width="210" align="baseline" height="145" /></a></p>
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		<title>Love Parade XIII</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 23:18:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Astrid Kaiser</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Lesereise]]></category>

		<category><![CDATA[Eichhörnchen]]></category>

		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor mir seilen sich die Bergsteiger die grauen Hänge ab. Sie klettern durch die Schluchten, die gleichmäßigen grauen Schluchten. Von unten hört man das Hämmern der Schmiede heraufklingen. Die Höhlenforscher umspielt ein weihnachtlicher Glanz. Klitzekleine Höhlenforscher, wie einer Pralinenschachtel entsprungen. Sie benutzen ein Drittel des Seils für den Hinweg, ein Drittel für den Rückweg und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor mir seilen sich die Bergsteiger die grauen Hänge ab. Sie klettern durch die Schluchten, die gleichmäßigen grauen Schluchten. Von unten hört man das Hämmern der Schmiede heraufklingen. Die Höhlenforscher umspielt ein weihnachtlicher Glanz. Klitzekleine Höhlenforscher, wie einer Pralinenschachtel entsprungen. Sie benutzen ein Drittel des Seils für den Hinweg, ein Drittel für den Rückweg und ein Drittel für den Notfall.</p>
<p>Es wird &#8220;Chocolat&#8221; im Fernsehen gezeigt. Das ist schon eine Kunst, einen Film auszusuchen, der gleichzeitig mit Johnny Depp und total langweilig ist. Ich kucke nur so halb zu. Irgendwas mit dramatischen Problemen, aber weil alle so gerne Schokolade essen, wird am Schluss alles gut. Wenn ich irgendwann mit jemandem in einer Videothek stehe, und dieser jemand sagt: &#8220;Oh, hier: &#8220;Chocolat&#8221;, mit Johnny Depp!&#8221;, dann sage ich: &#8220;Ach, schade, den hab ich schon gesehen.&#8221; Da kuck ich mir lieber die Zickzacknähte vor mir an. Stich um Stich hat da irgendwann mal eine Maschine die Gräue des billigen Stoffes zersägt. Jetzt kann man hier Abfahrtsslalom laufen. Mit den Kufen immer so hin und her, dabei die Nähte auftrennen. Die einzelnen Maschen halten sich tapfer. Eine jede hofft, nicht vom gnadenlosen Kufengeschlitze heimgesucht zu werden, aber irgendwann sind genug Maschen auf und der Stoff fällt ab und darunter zum Vorschein kommt eine wunderschöne Stripperin wie aus einer Torte oder aus tausendundeiner Nacht.</p>
<p>Ich kucke aus dem Fenster, aber es ist nur irgendwie weiß-orange-rötliche Suppe zu erkennen. Am Anfang sah das noch ganz schick aus, es haben sogar ein paar Leute Fotos gemacht, aber nach ungefähr sechs Stunden wird selbst die ausgefallenste Himmelsfärbung langweilig. Im Fenster sind Kratzer. Ich versuche mit den Kratzern die orange-rötliche Suppe draußen umzurühren. Lecker Dings, entweder was Süßes oder was herzhaftes mit Ei, ich kann mich nicht entscheiden. Die Turbine, die man durch das Fenster sehen kann, wälzt täglich 13 Kubikkilometer Luft um. Das entspricht ungefähr dem dreifachen Arsenal der spanischen Infanterie. Das Flugzeug filtert mit Hilfe der Turbinen Kleinstlebewesen aus der Luft. Dafür frisst das Flugzeug nichts anderes außer Kerosin. Das Kerosin gluckert in den Flügeln. Wenn man ganz leise ist, kann man das Dröhnen der Turbinen hören.</p>
<p>Ich habe noch einen Plastikbecher vom letzten Essen. Ein kleines breites Glas mit Stiel aus durchsichtigem Plastik. Wasser war da drin gewesen. Es sind auch immer noch ein paar Tropfen drin, aber die kriegt niemand raus. Die werden durch die eigene Viskosität schön an den Kanten und Plastiknähten des Bechers festgehalten.<br />
Der Pilot des Flugzeugs ist der unglaubliche Hulk. Der war vorhin da, und hat so gemacht: &#8220;HRRRGHRRRR!&#8221;, und ist ganz dick grün angschwollen, dass ihm die Pilotenuniform vom Leib geplatzt ist, wie einer gebratenen Kochwurst die Pelle. Dann hat er versucht, die restlichen Tropfen aus dem Becher zu kriegen: &#8220;HNNNNGRRRRR!&#8221;, aber, wie gesagt, die kriegt niemand raus. Beim besten Willen nicht.<br />
Hulks Uniform hat in heilem Zustande zwei goldene Streifen an jeder Seite, die ihn als Piloten eines bestimmten Ranges ausweisen, sagen wir mal: &#8220;einfacher Leutnant&#8221;. Als die Uniform zerfetzt wurde, wurde einer der Streifen langsseits geteilt. Die dadurch entstandenen drei Streifen wiesen Hulk kurzzeitig fälschlicherweise als einen Piloten höheren Ranges aus, beispielsweise &#8220;Admiral&#8221;. Das allein mag kein großes Vergehen sein, aber es ist ja nicht das erste Mal, dass so etwas vorkommt und es wird mittlerweile eine Sammelklage angestrebt, deren Argumentation sich hauptsächlich auf Beweismittel in Form von Bauklötzen konzentriert. Made in China, die Bauklötze. Mit meiner Mithilfe beim Prozess kann man aber nicht rechnen, mir sind militärische Ränge ja auch erstmal egal, weil ich ein Kind der Sonne. des Friedens und der Liebe bin.</p>
<p>Ich habe Sekundenschlaf. Zucke immer wieder zusammen und wache dabei auf. Minutenschlaf. Als ich einmal aufwache, merke ich, dass ich gerade auf meinen Pullover sabbere. Die anderen Passagiere neben mir sagen nichts. Oder zumindest tun sie so. Vorne in der Brutkolonie geht es wieder emsig zu, die nächste Mahlzeit wird vorbereitet. Die Vorbereitungen zu den Mahlzeiten werden &#8212; wie auch das anschließende Verteilen &#8212; immer absichtlich langsam vorgenommen. Damit sich die Zeitwarnehmung der Passagiere ändert: &#8220;Wie spät ist es denn?&#8221; - &#8220;Ach, halb so schlimm!&#8221;.<br />
Auch das mit der Sonne ist nur so ein perfider Trick: Das Flugzeug fliegt mit der Sonne, dadurch verändert sich der im Flugzeug erkennbare Sonnenstand viel langsamer, als im Stillstand. Schlimmer kann man eine Wartezeit eigentlich kaum gestalten. Hinter mir im Flugzeug sitzt irgendwo die kubanische Zeitlupenmannschaft, Herren. Selbst die fangen langsam (!) an, sich aufzuregen.</p>
<p>Fazit:<br />
Mit dem Flugzeug zu verreisen ist eigentlich eine tolle Sache. Man steigt ein, wartet ganz ganz ganz ganz lange und steigt dann wieder aus. Und ist total verblödet und durch. Aber es gibt bestimmt auch irgendeinen Vorteil, der mir gerade nicht einfällt.</p>
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		<title>FAQ II</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 19:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Es gibt viele Fragen, es gibt nicht immer Antworten, speziell im Skispringen&#8221;, so hörte ich vor einiger Zeit auf dem Sender Eurosport einen Kommentator sagen. Wenn auch bezweifelt werden darf, dass diese Weiheit bald in feinster Stickarbeit über jedem Esstisch prangt: Sie hat endlich die Blogosphère erreicht. Denn als Motto taugt sie hier allemal, wo [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Es gibt viele Fragen, es gibt nicht immer Antworten, speziell im Skispringen&#8221;, so hörte ich vor einiger Zeit auf dem Sender Eurosport einen Kommentator sagen. Wenn auch bezweifelt werden darf, dass diese Weiheit bald in feinster Stickarbeit über jedem Esstisch prangt: Sie hat endlich die <em>Blogosphère</em> erreicht. Denn als Motto taugt sie hier allemal, wo es um einige Fragen gehen soll.</p>
<p>Los geht&#8217;s wie immer mit Frage eins: &#8220;Wie ist das jetzt mit dem Blog, erst kam lange Zeit nichts, null &amp; nada, jetzt plötzlich wieder doch, Dolles &amp; Dada?&#8221; Um das zu beantworten, muss ich etwas ausholen. Bis in meine Lehrjahre, in denen mich mein Meister Cosmin Columnix in die Geheimnisse des Bloggens einführte. Er lehrte mich die Kniffe der youtube-Einbindung. Seine Maxime war es, immer nahe am Menschen zu sein und den Computer stets mit Bedacht zu füttern, denn: &#8220;Was sie hier reintun, kommt zu hause wieder raus!&#8221; Nein, Moment, das sagte er nicht, das steht auf der Mülltonne der Berliner Stadtreinigung in unserem Hinterhof. Darunter steht noch etwas in kleiner Schrift, das man aus geringer Entfernung schon nicht mehr lesen kann. Ich glaube, ich kann für uns alle sprechen, wenn ich sage, wir sind unheimlich gespannt, was da als Erklärung noch druntersteht. Aber zurück zu meiner Geschichte.</p>
<p>Denn eben solche Abschweifungen waren es, die das vertrauensvolle Lehrer-Schüler-Verhältnis in eine tiefe Krise stürzten. Ich will hier keine schmutzige Wäsche waschen, aber Cosmin Columnix ist ein unbeirrbarer Vertreter der alten Schule, einer, der die Einheit des Themas in einem Blogeintrag über alles stellt.</p>
<p>Jetzt, nach einiger Zeit des In-Mich-Gehens, wage ich den Neuanfang. Ein neuer Agent hat sich gefunden, er hat einen anderen Ansatz, kommt dynamischer daher. Durch seine Verlinkung führt er mich in die Kreise der <em>élite blogoise</em> ein, er wohnt in einer parkettbeflurten Wohnung in Prenzlauer Berg, jenem blühenden Ort, an dem sich den ganzen Tag blondgelockte Jünglinge auf Rokoko-Sofas räkeln. Ich aber friste  mein Dasein weiterhin im Stadtteil Wedding, wo sich masturbierende Aussätzige auf Bierbänken flegeln. Immerhin habe ich jetzt einen Disclaimer.</p>
<p>Aber zur nächsten Frage: &#8220;Was ist für Sie typisch deutsch?&#8221; Keine Angst, wir gehen dieser Frage hier nicht auf den Grund, dazu kaufen wir uns die nächste Sonntagsausgabe. Von welcher Zeitung? Egal, ab 30 Seiten kommt diese Frage statistisch verbrieft ein Mal vor.</p>
<p>Ist ja sowieso müßig, sich über die deutschen Eigenarten Gedanken zu machen, denn &#8220;wir Deutschen&#8221; sterben ja bald aus. Ein vielbeweintes Thema unserer Tage, aber was ist denn so schlimm daran, wenn es bald fruchtbarkeitsbedingt keine Deutschen mehr gibt? Deswegen zu trauern hieße ja, sich über Nichtgeborene zu beklagen. Und von denen gab es doch immer und überall schon jede Menge. Außerdem liegt im Aussterben eines Volks doch auch die Chance, schon mal in aller Ruhe den kulturellen Nachlass zu verwalten. Schöne Wörter wie &#8220;standeswidrig&#8221; oder &#8220;Rauchfangkehrer&#8221; dürfen nicht vergessen werden, dafür soll bitte eine Enquête-Kommission sorgen, die &#8220;Kommission Inhalt und Form&#8221;. Hier übrigens noch schnell, denn der Eintrag ist gleich zuende, ein schönes Beispiel für ein Missverhältnis von  Inhalt und Form, gefunden auf einer Cornflakes-Packung: &#8220;Coole &#8216;Urbanos&#8217;  machen dich in Deutsch fit!&#8221;</p>
<p>Und nochmal à propos Wörter und Germanier: In einem der letzten Beiträge veröffentlichte ich zwei Wörter, die bei geänderter Silbentrennung unterschiedliche Bedeutungen erhalten. Hier ein weiteres dieser Art: <em>Zeigefingermanier</em>.</p>
<p>HINWEIS</p>
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		<title>Dingsbums XY</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 17:26:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man die Ferien in Neuruppin verbringt, der einzigen mir bekannten Stadt, in der die örtliche Antifa-Filiale direkt neben der örtlichen Sparkassenfiliale liegt, wenn man also nach Neuruppin in good old Marky Brandenburg reist - und genau dorthin fuhren wir, Biffo, Beppi, meine Frau, die beiden Rehpinscher und ich - dann sollte man einige Dinge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man die Ferien in Neuruppin verbringt, der einzigen mir bekannten Stadt, in der die örtliche Antifa-Filiale direkt neben der örtlichen Sparkassenfiliale liegt, wenn man also nach Neuruppin in good old Marky Brandenburg reist - und genau dorthin fuhren wir, Biffo, Beppi, meine Frau, die beiden Rehpinscher und ich - dann sollte man einige Dinge beachten.</p>
<p>Erstens vermeide man ein in Wustrow gelegenes ominöses &#8220;Brandenburg-Preußen Museum&#8221;. Zweitens beachte man die schönen Seen in der Gegend. Es gibt dort einige davon und ebenso das Phänomen eines Sees, auf dem eine Insel ist, auf der sich wiederum ein See befindet. Der See um die Insel herum hieß, glaube ich, Zermützelsee. Ein Name, den ich mir nicht ausgedacht habe. Ich hätte mir so was auch ausdenken können, klar. Ich hätte auch diese originelle Bezeichnung &#8220;Flohmarkt für die Seele&#8221; aus dem vorletzten Beitrag oben links auf die Startseite schreiben können. Aber warum hätte ich das tun sollen? Etwa um Spannungsfelder auszuloten? Diese Formulierung entnehmen jedenfalls sowohl Künstler als auch Journalisten ihrem Sprachbaukasten, wenn sie mal wieder keine Ahnung haben, wie sie den Leuten weismachen sollen, warum da jetzt mehrere Sachen aufeinander treffen. &#8220;Dingsbums XY bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Ambient und Jazz&#8221;, las ich kürzlich. Wo, bitte, ist denn da das Spannungsfeld? Man sollte den Verzapfern solchen Geschreibsels die Pole einer Autobatterie an die Ohren klemmen für ihren Unfug. &#8220;<em>Das</em>, mein Freund, ist ein Spannungsfeld! Bei dem Zeugs, von dem du uns immer berichtest, ist <em>kein</em> Spannungsfeld, weil da nämlich nichts britzelt und blitzt, sondern nur immer wieder die selben seichten Kompromisse zweier Dinge herauskommen, die der Zwei-Komponenten-Zwang noch nicht erfasst hat!&#8221;</p>
<p>Noch schärfer sollte man nur die Leute bestrafen, die tatsächlich Spannungsfelder &#8220;ausgelotet&#8221; wissen wollen und so ein total zermützeltes Bild im Bild erzeugen. Ich weiß, diese meine Ausdrucksweise ist nicht unbedingt Jugend-Forscht-kompatibel, aber bei Jugend Forscht gibt es ja auch anderes zu untersuchen als sprachliche Phänomene. Da sollte zum Beispiel mal jemand versuchen herauszufinden, wie ein See auf eine Insel in einem See kommt. Wie, gibts schon ein Jugend-Forscht-Projekt drüber? Na, dann mal los, Hendrik, 16 Jahre, aus Paderborn:</p>
<p>&#8220;Das mit dem See auf der Insel kam so: Ein exzentrischer Millionär hat sich die Insel gekauft, weil er auf dem See der Insel <em>wiederum</em> eine Insel aufschütten wollte. Ganz genau konnte man nicht nachvollziehen, warum er das machen wollte. Kurz vor seinem Tod, als er schon geistig umnachtet war, faselte er etwas von &#8220;Spannungsfelder zwischen Wasser und Land ausloten&#8221;. Nach seinem Tod wurde seine wertvolle Sammlung von Skulpturen und Installationen unter den Söhnen aufgeteilt. Als schwierig gestaltete sich die testamentarische Lage bei der Verteilung seines Landbesitzes, denn jeder der drei Söhne sollte exakt eine Insel, 3 Bäume und einen See zugesprochen bekommen. Dabei durften bei der Aufteilung nur drei gerade Striche auf der Landkarte gemacht werden. Eine vertrackte Logelei! Zumal an jedem der drei Ufer ein Schaf, ein Wolf und ein Korb mit Gras darauf warteten, mit nur einem Boot ans andere Ufer gebracht zu werden.&#8221; </p>
<p>Soviel aus den Forschungsergebnissen. Was aber lernen wir daraus? Neuruppin gleich ganz einebnen, platt machen, dem Erdboden gleich? Untergang von Kulturgut, natürlich, aber liegt nicht gerade darin auch eine Chance? (Nein.)</p>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 09:17:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>

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		<description><![CDATA[Hey Leute, nach langer Zeit mal wieder ein &#8220;Lebenszeichen&#8221; (ist nur so &#8216;ne Redensart) von mir, ha, man könnte auch sagen &#8220;Lesezeichen&#8221;, ne, wegen &#8220;Blog lesen&#8221; und so. 

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Hey Leute, nach langer Zeit mal wieder ein &#8220;Lebenszeichen&#8221; (ist nur so &#8216;ne Redensart) von mir, ha, man könnte auch sagen &#8220;Lesezeichen&#8221;, ne, wegen &#8220;Blog lesen&#8221; und so. </p>
<p><a href="http://s223357750.online.de/__oneclick_uploads/2009/08/ausgedacht.jpg" title="ausgedacht.jpg"><img width="510" src="http://s223357750.online.de/__oneclick_uploads/2009/08/ausgedacht.jpg" alt="ausgedacht.jpg" height="424" style="width: 510px; height: 424px" /></a></p>
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		<title>Bon mots</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 21:05:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ist nämlich französisch und steckt schon mal so ein bisschen das Terrain ab, das hier beackert werden soll. 
Chor der Großblogger: &#8220;Bloß, weil der feine Herr hier zweimal im Monat Fohmarkt für die Seele veranstaltet, muss er uns noch lange nicht mit seinen Sprachkenntnissen nerven.&#8221;
Nun ja, ich muss eben einem erlesenen Leserkreis etwas bieten.
Chor der Großblogger: &#8220;Da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist nämlich französisch und steckt schon mal so ein bisschen das Terrain ab, das hier beackert werden soll. </p>
<p><em>Chor der Großblogger: &#8220;</em>Bloß, weil der feine Herr hier zweimal im Monat Fohmarkt für die Seele veranstaltet, muss er uns noch lange nicht mit seinen Sprachkenntnissen nerven.&#8221;</p>
<p>Nun ja, ich muss eben einem erlesenen Leserkreis etwas bieten.</p>
<p><em>Chor der Großblogger:</em> &#8220;Da spricht der Neid des Kleinbloggers, der nicht genügend Aufmerksamkeit bekommt!&#8221; <em>Blog-Solo:</em> &#8220;Er ist IMHO ein schlechter Verlierer!&#8221;</p>
<p>Stimmt doch gar nicht, im <em>Gewinnen</em> bin ich schlecht, das kann ich überhaupt nícht so gut wie verlieren.</p>
<p> <em>Chor der Großblogger:</em> &#8220;Wenn jetzt nicht bald was aus dem Leben eines Typen mit Internet-Anschluss kommt, wie sich das für einen Blog gehört, lösen wir den Chor auf! Wir scheinen ja sowieseo nur so ein zusammengezimmertes Vehikel zum Fluss des Ideenstroms zu sein.&#8221;</p>
<p>Wenn&#8217;s denn sein muss, bitte: Heute fand ich eine tote Motte auf der Tastatur meines Klaviers. Nach einwöchiger Abwesenheit war das Tier wahrscheinlich verhungert. Ist das jetzt bloggig genug? Zumindest ist das so eine Ringelnatz-Alltäglichkeit. Joachim Ringelnatz hätte aus dem Erlebnis vermutlich ein possierliches Gedicht gemacht mit der Pointe, dass das treue alte Klavier doch noch zu Etwas gut gewesen sei. Um Missverständnisse zu vermeiden: Ringelnatz müssen alle lesen!  Und um weitere Anführungszeichenchöre zu vermeiden, hier noch eine aufmerksamkeitsheischende Theorie: Das Dritte Reich endete nicht mit dem 2. Weltkrieg, sondern ist langsam ausgelaufen und erst in den 80ern wirklich zuende gegangen. Argumente habe ich aber keine, außer dass das wie eine interessante Theorie klingt, die sich irgendein Historiker in den nächsten Jahren ausdenken könnte. Wissenschaft sollte öfter so laufen, dann wär&#8217;s gleich viel lustiger. Echt jetzt mal, ey! </p>
<p><a href="http://s223357750.online.de/__oneclick_uploads/2009/06/autor.jpg" title="autor.jpg"><img width="319" src="http://s223357750.online.de/__oneclick_uploads/2009/06/autor.jpg" alt="autor.jpg" height="295" style="width: 319px; height: 295px" /></a></p>
<p>Die Überschrift des Artikels bezieht sich übrigens auf zwei gute Wörter, deren Qualität darin besteht, bei falscher Silbentrennung eine andere Bedeutung zu erhalten: <em>Erfolgshit</em> und <em>Lachstürme</em>. Hätten wir das auch endlich auf den Flohmarkt geschmissen. Es ist ja unglaublich, wie lange man so etwas mit sich rumträgt. Ein weiteres Wort, das ich einfach nicht los werde, ist &#8220;Kaktusfeige&#8221;. Diese vermutlich vom Kaktusfeigenkaktus stammende Frucht ist Bestandteil des Biermischgetränks <em>Schöfferhofer Kaktusfeige</em>. Aber so ist das, wir müssen diese Bürde tragen, die wir mit einer positiven Neugierde durch&#8217;s Leben gehen und dabei <em>im Herzen Kind geblieben sind.</em> Letztere Phrase soll, glaube ich, soviel heißen wie: mit positiver und neugieriger Grundhaltung, aber mit der ständigen Bereitschaft, sofort loszuschreien und alles kaputt zu hauen. Also ungefähr so wie Hitler. Aha, die nächste gewagte Theorie zum Dritten Reich (Schreibt man das eigentlich groß? Darf man das groß schreiben?) bahnt sich an. Aber nein, auf dieses Terrain wage ich mich vorerst nicht, denn es ist ein heißes Terrain. Und heiße Terrains beackern mag ich nicht, wegen der stechenden Kakteen, vor denen habe ich respekt. Man könnte fast sagen, ich bin kaktusfeige. Ja, die Bezeichnung passt eigentlich ziemlich gut. </p>
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		<title>Frischen Wortshit in den Blog geparkt!</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Jun 2009 20:50:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Sandra Maischberger: Außerdem heute in der Sendung: Bundesarbeitsminister Olaf Scholz. Gleich die erste Frage an Sie, Herr Scholz. Wir haben es gerade im Beitrag gesehen: Tankstellen-Abzocke, Fahrpreiserhöhungen. Ist der Verbraucher der Dumme? 
Olaf Scholz: Unsere Zahlen zeigen, dass der Verbraucher tatsächlich der Dumme ist. Derjenige, der ihm den ganzen Schrott andreht, das zeigen die Zahlen auch, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Sandra Maischberger:</em> Außerdem heute in der Sendung: Bundesarbeitsminister Olaf Scholz. Gleich die erste Frage an Sie, Herr Scholz. Wir haben es gerade im Beitrag gesehen: Tankstellen-Abzocke, Fahrpreiserhöhungen. Ist der Verbraucher der Dumme? </p>
<p><em>Olaf Scholz:</em> Unsere Zahlen zeigen, dass der Verbraucher tatsächlich der Dumme ist. Derjenige, der ihm den ganzen Schrott andreht, das zeigen die Zahlen auch, ist eben doch letztendlich der Schlauere.</p>
<p><em>Frank Zander:</em> Ich finds teilweise nur noch schlimm, wie mit manchen Arbeitnehmern umgesprungen wird. Wir habens ja im Beitrag gesehen. Aber nochmal zu der Sache, die Herr Scholz gesagt hat, von wegen dümmer und schlauer, es kann ja nicht sein, dass der Verbraucher letzten Endes der Dumme ist. Deswegen hab ich auch gleich gesagt, das mach ich, da bin ich dabei, als die von der Stiftung <em>UnFairFroren</em> mich gefragt haben, ob ich für die als Botschafter unterwegs sein will.</p>
<p>Es gibt gute Gründe, seine politische Bildung nicht über Polit-Talkshows zu beziehen, denkt man sich. Also geht man am nächsten Morgen zum Zeitungsladen um die Ecke, und zwar wie Gott einen schuf: Im Schlafanzug. Zumindest hat man den Anzug noch unter Hose und Pullover. Eine Studie hat übrigens ergeben, dass die Bewohner Sachsen-Anhalts im Bundesdurchschnitt am frühesten aufstehen. Deswegen wirbt das Land mit Schildern an der  Landesgrenze, auf denen steht &#8220;Willkommen im Land der Frühaufsteher&#8221;. Was soll denn das für eine Werbung sein? Möchte man in so einem Land Leben? Einem Land, in dem der Familienvater um 6:32 im Wohnungsflur steht und mit von Eifer überschlagender Stimme schreit: &#8220;Madleentimoleaaaaaa, aufstehn! Arbeitenarbeitenarbeiten!&#8221; Früh aufstehen müssen Zeitungsausträger, Fitnessfanatiker, Karrieristen, also schlecht gelaunte oder anstrengende Leute, denen man lieber nicht nüchtern begegnen möchte.</p>
<p>Das ideale Bundesland ist das mit den Spätaufstehern. Willkommen bei den Gemütlichen, würde es da heißen, wo man weiß, wie man das Leben genießt. Abends wird dann gesoffen, bis der Arzt kommt. Der Arzt kommt eine halbe Stunde später als erwartet, weil er noch ein Nickerchen gemacht hat, fühlt kurz den Puls und sagt: &#8220;Na, alles klar, weitersaufen!&#8221; Dem Gastwirt ist&#8217;s egal, ob wir noch lange machen, er kann ja morgen ausschlafen. Und ob wir uns die Gedärme wegsaufen, ist ihm auch egal, er ist ja Gastronom geworden und nicht Gastrologe. Und Gastronomie verhält sich zu Gastrologie wie Astronomie zu Astrologie. Könnte man denken. Ist auch so. Stimmt aber nicht ganz. Weiß auch nicht. Egal, zurück zu unserem kleinen frivolen Morgenabenteuer, das Abenteuer mit dem prickelnden Aspekt &#8220;Schlafanzug&#8221;, das gerade noch mal glimpflich ausgegangen ist. </p>
<p>Schlimm wäre es nämlich gewesen, wenn noch am selben Mittag Besuch gekommen wäre. Das wäre einem dann nach dem Zeitungskauf eingefallen, und hastig hätten noch die Spuren der letzten Tage beseitigt werden müssen. Schnell das Robbenblut vom Boden wischen und das Armreliquiar des heiligen Antonius zurück in den Schrank! Der Besuch erzählt dann die üblichen originellen Sachen, die man sich so erzählt. Dass in irgendeiner afrikanischen Sprache &#8220;Guten Tag&#8221; wörtlich übersetzt &#8220;Hast du heute schon gegessen?&#8221; bedeutet, oder in irgendeiner anderen Sprache &#8220;Danke&#8221; sich mit &#8220;Mach so weiter, bitte&#8221; übersetzen lässt. Wenn man sich dann genervt zeigt, entgegnet der Besuch, es gäbe in einem tartarischen Dialekt ein Sprichwort für Leute, die sich schnell aufregen: <em>Geh nach hause und nerv deine Kinder!</em></p>
<p>Wenn einst auf den Trümmern der alten Gesellschaft das ideale Bundesland Rheinland-Österreich seine Lichtdome in den Nachthimmel sendet, wird es dort keinen solchen Besuch geben und auch keine Frühaufsteher. Auf dass eine ewige K- und K-Monarchie mit Kaffee und Kuchen satt blühe!</p>
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